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Gewerbegebiete 4.0 – Zukunftsstadt Magdeburg

Wie sehen die Gewerbegebiete der Zukunft aus? Diese und weitere Fragen stellt sich die Stadt Magdeburg im Rahmen des Wettbewerbs „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Spielraum – Projekt Vereinbarkeit gGmbH gab im Workshop "Gewerbegebiet 4.0" Ende Februar 2016 in Magdeburg Impulse zum Thema „Standortvorteil Familienfreundlichkeit“ aus den Erfahrungen im EFRE-Projekt „Familienfreundliche Kölner Gewerbe“.

Bilder vom Workshop und Hintergrundinformationen zur "OTTOVision 2030+" der Stadt Magdeburg:

Bildergalerie zum Workshop "Gewerbegebiete 4.0" der Stadt Magdeburg auf volksstimme.de

Hintergrundinformationen zur "OTTOVision 2030+" der Stadt Magdeburg auf magdeburg.de

Informationen zum EFRE-Projekt "Familienfreundliche Kölner Gewerbegebiete"

Zukunftsszenario: „Arbeitswelten 4.0 - Wie wir morgen arbeiten und leben“

Im Rahmen des Verbundforschungsprojektes OFFICE21® vom Fraunhofer IAO entstand unter
Mitwirkung von über 100 Expertinnen und Experten das Szenario "Arbeitswelten 4.0". Es beschreibt die Veränderungen im Bereich Büro- und Wissensarbeit.

So sieht die dazu passende Personalpolitik in der Arbeitswelt 4.0 aus:

Eine der zentralen Thesen lautet: Die digitalen Möglichkeiten im Jahr 2025 bringen Zeitersparnis. Diese Zeit wird gebraucht, um sie für Innovation und Kreation zu nutzen. Denn nur innovative Unternehmen werden sich auf dem Weltmarkt behaupten können. Mit dem Wettbewerb geht eine erhöhte Belastung für die Beschäftigten einher. Als Lösung wird vorgeschlagen: „Die Arbeit, die eigenen Interessen und das soziale Umfeld sollten im Einklang stehen.“ Denn: „Lebensqualität ist leistungsfördernd“.

Die Unternehmen verfolgen zwei Strategien: Die einen unterstützen ihre Beschäftigten dabei, die eigenen Lebensentwürfe zu verwirklichen und schaffen es so, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Die anderen setzen sogenannte Cloud Worker ein: selbstständige Expertinnen und Experten, die projektbezogen für das Unternehmen arbeiten.

Unternehmen rekrutieren in der Zukunft ihre Fachkräfte bereits in der Schule und fördern gezielt ihre Ausbildung. Gleichzeitig wird die Erfahrung und das Know-How der älteren Beschäftigten von zentraler Bedeutung sein, so dass Seniorinnen und Senioren über das Rentenalter hinaus in die Unternehmensprozesse eingebunden bleiben.

Arbeitsplätze können dank digitaler Technik individuell gesundheitsfördernd eingerichtet werden. Beschäftigte können ihre jeweiligen Profile speichern und dann aktivieren, wenn sie an einem bestimmten Arbeitsplatz tätig werden.

Co-Working-Center bieten neuen Möglichkeiten, flexibel zu arbeiten: „High-Tech-Zentren“ sind technisch so ausgestattet, dass die Kommunikation mit dem eigenen Unternehmen reibungslos funktioniert, „Social-Center“ bieten Kinderbetreuung sowie andere Unterstützung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und in einem „Community-Center“ können sich Fachleute überbetrieblich austauschen und projektbezogen kooperieren.

Pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsort ist nicht mehr nötig, es bleibt mehr Zeit für die Familie und die eigenen Interessen und Hobbys.

Link:

Video mit weiteren und vertiefenden Informationen

Pflegebranche: Potenzial „Fachkräfte aus dem Ausland“ noch wenig genutzt

Trotz Fachkräftemangels tun sich Pflegeeinrichtungen und -dienste schwer, gezielt Beschäftigte aus dem Ausland für sich zu gewinnen. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann Stiftung am Beispiel der Pflegebranche. Kaum ein anderer Wirtschaftszweig in Deutschland hat derart große Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu finden. Trotzdem, so das Ergebnis der Unternehmensbefragung, hat bislang nur ein Sechstel der Pflegebetriebe versucht, Fachkräfte im Ausland zu rekrutieren.

Für die repräsentative Studie befragte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) knapp 600 Unternehmen. 61 Prozent der Pflegeeinrichtungen haben Vakanzen, durchschnittlich sind dort 4,3 Stellen unbesetzt. Drei von vier Pflegeeinrichtungen, die vakante Stellen haben, bezeichnen die Suche nach geeigneten Fachkräften als schwierig. Trotzdem nimmt die Rekrutierung aus dem Ausland den letzten Platz ein unter den Strategien, mit denen die Pflegebranche diesem Arbeitskräftemangel begegnet. Gerade einmal 16 Prozent der Einrichtungen wählen diesen Weg. Lieber werben die Unternehmen Personal von der Konkurrenz ab (20 Prozent) oder versuchen, den Krankenstand abzusenken (83 Prozent).
Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen benötigen Unterstützung. Die Studie zeigt: Je größer das Unternehmen und je professioneller seine Personalabteilung, desto mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland gewinnt es. Kaum aktiv sind vor allem die ambulanten Pflegedienste, von denen nur jeder zehnte in den vergangenen drei Jahren Rekrutierungsversuche im Ausland unternommen hat. Dagegen war jede fünfte stationäre Krankenpflegeeinrichtung und Altenpflegeeinrichtung aktiv, um international zu rekrutieren.

Link:

Internationale Fachkräfterekrutierung in der deutschen Pflegebranche, Studie der Bertelsmann Stiftug 2015 

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